Beiträge vom: Februar, 2008

Autor: Steffi

Koriander ist ein einjähriges Doldenkraut, dass vom Aussehen der glatten Petersilie ähnelt. In der europäischen und arabischen Küche benutzt man die gemahlenen Samen als Zusatz in Suppen und Weihnachtsgebäck, während in Asien das frische, grüne Kraut und die Wurzeln zu herzhaften Curries und Dips verarbeitet werden. Koriander ist eines der ältesten Kräuter der Welt, sogar in alten Sanskritaufzeichnungen ist schon vom Koriander die Rede. Man sagt ihm nicht nur aphrodisische, sondern auch heilende Wirkung nach. So soll Koriander vor allem bei Umweltvergiftungen besondere Wirkung zeigen und beispielsweise eingelagertes Quecksilber aus Zellen herauslösen.

Koriander © by Henrique Vicente flickr

Das Wort “Kori” bedeutet im Griechischen “Wanze”. Koriander hat einen sehr scharfen eigentümlichen, nach Wanzen riechenden Geruch, und wurde im Mittelalter deswegen auch gegen Flöhe und Läuse eingesetzt. Dies soll jedoch nicht abschrecken, denn viele finden, dass Koriander ganz köstlich schmeckt, egal ob getrocknet oder frisch.

Die getrockneten Samen halten sich sehr lange, während das Kraut, ähnlich wie Basilikum oder Petersilie, möglichst schnell verarbeitet werden sollte. Die Samen sollte man immer frisch mahlen, da das Aroma sehr schnell verfliegt und durch den hohen Gehalt an Bitterstoffen, dann ein unangenehmer bitterer Geschmack überwiegt. Man kann die Samenkörner aber auch im Mörser oder mit einem Brotmesser leicht zerdrücken, das reicht vollkommen.

Aber es stimmt: Nicht jeder mag Koriander. Man sagt sogar, dass die Zuneigung oder Abneigung zu Koriander genetisch bedingt ist.

Wer es selbst ausprobieren will, der findet Koriandersamen in jedem arabischen Lebensmittelgeschäft. Frischen Koriander kann man in asiatischen Läden kaufen. Eine Tüte Koriandersamen kostet ungefähr 2 Euro, genausoviel wie ein Bund frischer Koriander.    [...mehr]


Autor: Steffi

Als mein Mitbewohner 2003 über Australien, Neuseeland, Indien, Vietnam und Thailand quer durch die Welt reiste und irgendwann wieder in Berlin landete, brachte er außer haufenweise verrückter Anekdoten aus aller Herren Länder, vor allem eins mit: Eine völlig neue Art zu kochen.

War er vorher eher ein “Italiener” gewesen und berühmt für seine Pasta Arrabiata, lief er jetzt jeden Samstag in den Asia-Shop und kehrte mit Koriander, Zitronengras, Tofu und Currypaste zurück. Daraus zauberte er die besten Curries, die ich bis dahin gegessen hatte. Ach, was red’ ich da! Nachdem ich sein Curry probiert hatte, wusste ich, dass ich zuvor noch nie ein richtiges Curry gegessen hatte.

Mir wurde schnell klar, dass ich es nicht verantworten kann, diese Köstlichkeit nur für mich allein zu beanspruchen. Deswegen gibt es jetzt hier und exklusiv das Rezept zum nachkochen. Es ist einfach und schnell zuzubereiten, und na klar- kein Fastfood!

Thailändisches Curry für 2 Personen

Man nehme:

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 kleines Stückchen Ingwer

1 kleines Bündel frischen Koriander

Gemüse nach Wahl (z.B. 2 kleine Möhren, 1 gelbe Paprika, 1/4 Weißkohl, 1 Zucchino)

1/2 Päckchen grüne Currypaste

Basmatireis oder Asia-Nudeln

Oliven- oder Sonnenblumenöl (am besten Sesamöl!)

Salz, Zitrone

Den Reis in Salzwasser nach Packungsbeilage kochen. Während der Reis kocht Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Korianderwurzeln fein hacken. Restliches Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden, dann das Öl erhitzen. In einer Pfanne oder einem Wok Zwiebeln, Koriander, Ingwer und Korianderwurzeln zusammen mit der Currypaste anbraten. Wenn alles sich fein vermischt hat, das restliche Gemüse hinzufügen und alles scharf anbraten. Die Möhren dürfen nicht mehr roh schmecken, aber auch nicht komplett weich sein. Sind sie noch knackig aber durchgezogen, ist das Gemüse fertig (dauert ca. 10 Minuten). Die Korianderblätter grob hacken und zum gebratenen Gemüse geben, nochmals kurz anbraten. Zur selben Zeit müsste auch der Reis fertig sein (wenn Ihr Nudeln statt Reis, nehmt, dann früh genug Wasser aufsetzen!). Gemüse noch mit Salz und Zitrone abschmecken, fertig!    [...mehr]


Autor: Steffi

Heidelbeeren aus Argentinien, Litschies aus Madagaskar und Bananen aus Nicaragua - wenn man sich das Obst- und Gemüseangebot im Supermarkt anschaut, kann man gar nicht glauben, dass tatsächlich Februar ist.

An das vielfältige Angebot ist man gewoht und vergisst dabei nur zu schnell, dass dies nicht nur Vorteile hat. Nichteinheimisches Gemüse wird meist aus fernen Ländern eingeflogen. Dabei werden nicht nur Millionen Tonnen von klimaschädlichen Treibhausgasen in die Atmosphäre gespustet, sondern oft wird durch die harten Angebots- und Nachfragekriterien die heimische Wirtschaft in diesen Ländern geschädigt. Bauern werden mit Hungerlöhnen abgespeist und ihrer Existenz beraubt. Kauft man -gerade in Discountern- solche Lebensmittel, sollte man sich der Verantwortung bewusst sein, die man als KonsumentIn trägt.

Andererseits hat man auch keine Lust sich den ganzen Winter von schrumpeligen Äpfeln und alten Kartoffeln zu ernähren. Was machen?

Die Mischung macht’s. Denn auch das heimische Angebot ist nicht zu unterschätzen. Kohl, Sellerie, Fenchel, Schwarzwurz und Wirsing bieten nicht nur viele pflanzliche Kohlenhydrate, sondern machen durch jede Menge Ballaststoffe auch schön satt.

Weisskohl ©by dipfan@flickr

Kohl? Ja, Kohl! Gerade Kohlköpfe schmecken nicht nur gut, wenn man sie richtig zubereitet, sondern stecken voller wichtiger Mineralstoffe, wie Kalium und Magnesium. Oft weiß man leider nur nicht mehr, wie man diese heimischen Delikatessen zubereitet. Völlig zerkochter Rotkohl aus der Dose schmeckt wirklich nicht besonders. Aber schon einmal selbstgemachten Krautsalat mit Kartoffelrösti probiert? Hier das Rezept:

KRAUTSALAT

1 Rot- oder Weißkohl

1/2 Tasse Sonnenblumenöl

5 EL Apfelessig

Salz/Pfeffer

Äußere, welke Blätter vom Kohl entfernen. Kohl in sehr feine Streifen schneiden. Die Streifen kurz abbrausen, in einem Sieb gut abtropfen. Sonnenblumenöl und Apfelessig in einem Topf zum Kochen bringen, kurz aufkochen. Salz und Pfeffer hinzufügen, und wie ein normales Salatdressing über den Kohl geben.

Der Krautsalat kann sofort gegessen werden, schmeckt aber erst so richtig gut, wenn er im Kühlschrank 3 Tage zieht.



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Autor: Steffi

Kurkuma, Koriander, Kardamom - die asiatische Küche ist bekannt für ihren vielfachen Einsatz von Gewürzen und Kräutern. Asiatisches Essen ist jedoch nicht nur lecker, sondern vor allem auch gesund. Die vielen ätherischen Öle in den Speisen entfalten nicht nur einen wunderbar exotischen Duft, sondern beugen häufig auch Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Auch in unseren Breitengraden erfreut sich die asiatische Küche immer größerer Beliebtheit, nicht zuletzt gerade wegen dieser “besonderen Würze”.

Eines dieser Gewürze, das aus der asiatischen Küche kaum wegzudenken ist, ist Zitronengras (Cymbopogon Citratus). Diese schilfartige Pflanze, die in Asien bis zu 1,5 m hoch wird, ist vor allem wegen ihrer milden Frische äußerst beliebt und findet sich insbesondere in den Küchen Thailands, Kambodschas und Sri Lankas wieder. Geschmacklich ähnelt Zitronengras nicht nur der Zitrone, sondern vor allem der Zitronenmelisse. Zerreibt man die feinen Blätter zwischen den Fingern, entsteht ein wunderbar frisches, zitroniges Aroma.

Zitronengras © by daxiang stef@flickr Meist wird Zitronengras frisch verwendet, wobei lediglich der geschmacksintensive Stängel und die Knolle zum Einsatz kommt. Dabei werden die ganzen Stängel den Speisen während des Kochens hinzugefügt und anschließend - je nach Geschmack- wieder entfernt. Dadurch entsteht ein wundervoll zitronenduftiges erfrischendes Aroma, das jedem Gericht eine besondere Note verleiht.

Zitronengras findet sich vor allem in Suppen und indischen Curries wieder, kommt aber auch in Salaten roh zum Einsatz. Dafür werden Stängel und Knolle - die sogenannte Bulbe- in feine Ringe geschnitten und dem Salat hinzugefügt. Zitronengras bekommt man in jedem gut sortiertem Asia-Laden zu einem Preis von 2-3 Euro. Es hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche, sollte aber möglichst frisch verarbeitet werden - dann schmeckts nämlich besser!

Suppe mit Zitronengras © by cyancey@flickr

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