Pestizide in Obst und Gemüse
Derzeit sollte man unbedingt einen ganz genauen Blick darauf werfen, woher die Lebensmittel stammen, die man sich in den Einkaufswagen lädt. Vor allem Nahrungsmittel die außerhalb Europas produziert wurden, aber auch innereuropäische Waren sind mit Pestiziden belastet und ihr Verzehr ist keinesfalls zu empfehlen.
Es scheint, als sollte man sich dieser Tage lediglich von Bio-Produkten ernähren. Diese nämlich waren im Jahre 2007 zu 83 Prozent vollkommen frei von Rückständen irgendwelcher Pflanzenschutzmittel. Getestet wurden knapp 1400 Obst- und Gemüseproben, von denen die Pestizidrückstände von lediglich 13 Proben nicht akzeptabel waren.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (bvl) berichtet hingegen davon, dass die Schadstoffe, die in ganzen 9,5 Prozent des von außerhalb der EU stammenden Obstes und Gemüses gefunden wurden, keinesfalls annehmbar waren. Auch fünf Prozent der Importe aus Ländern Europas waren übrigens inakzeptabel.
Am besten schnitten die heimischen deutschen Proben ab, wobei sich auch in knapp drei Prozent dieser Waren zu viele Pestizidrückstände nachwiesen ließen. Bio-Waren bieten uns somit, wie gesagt, die sicherste Obst- und Gemüsequelle. Ein Problem stellt natürlich der Preis dar, der keinesfalls für alle Menschen erschwinglich ist.
Die Belastung von Obst und Gemüse stellt somit ein schwerwiegendes Problem dar, welches hinsichtlich der weit fortgeschrittenen Entwicklung vieler Länder, kaum nachvollziehbar erscheint. Ohne Frage wäre es sinnvoll, viel mehr in die Erforschung besserer Methoden zum Obst- und Gemüseanbau zu investieren, um die Gesundheit der Weltbevölkerung zu sichern. Zu erwähnen bleibt allerdings, dass bereits Verbesserungen der Qualität unserer Waren zu verzeichnen sind. Ein Jahr zuvor waren es nämlich noch fast ein Prozent mehr übermäßig belastete Proben.


