Schlaflosigkeit beeinflusst das Hungergefühl
Davon, dass der Schlaf zum Abnehmen beitragen kann, habe ich bereits im Zuge eines anderen Artikels berichtet. Nun wird jedoch sogar davon gesprochen, dass Schlafmangel sich sehr unvorteilhaft auf die Figur und somit auch auf die Gesundheit auswirken kann. Wer zu wenig schläft, läuft angeblich Gefahr, seinen Stoffwechsel negativ zu beeinflussen, wodurch vermehrt ein Hungergefühl geweckt werden kann.
Eigentlich liegt es auf der Hand: Wer wenig schläft, neigt eher zu Übergewicht. Schließlich hat man bei Schlaflosigkeit eindeutig mehr Zeit um zu essen: Während andere friedlich in ihren Betten liegen und lediglich das am Tag zu sich genommene verdauen, greifen andere auch zu nächtlicher Stunde zu Snacks oder bereiten sich ganze Mitternachts-Mahlzeiten zu. Man hört sogar von Menschen, die ihren Kummer über den Schlafmangel und ihre nächtliche Langeweile durch das Essen versuchen einzudämmen. Doch nicht nur Frustration und unausgefüllte nächtliche Stunden, verleiten Schlaflose zum Essen, wie eine US-amerikanische Studie berichtet, die beispielsweise Focus Online in einem Bericht aufgreift.
Auch am Tage neigen Menschen, die wenig schlafen dazu, mehr zu essen, als Menschen mit einem gesunden Schlafverhalten. Dies resultiert scheinbar aus einem durcheinander gebrachten Stoffwechsel, welcher dem Körper vermehrt signalisiert, er brauche Energie.
Besagte Studie beschäftigte sich vor allem mit den Werten zweier Hormone, welche mit dem Energiehaushalt in Verbindung stehen: Leptin und Ghrelin. Ghrelin sorgt für Appetit, während Leptin auf das Hungergefühl einwirkt. Die schlaflosen Probanden hatten entgegen den Erwartungen, in der Nacht ein weniger hohes Ghrelin-Aufkommen im Blut, als die Versuchspersonen, die genügend Schlaf bekamen. Am Tage jedoch war der Ghrelin-Wert der Menschen, welche wenig geschlafen hatten, erheblich höher, der Leptin-Wert dagegen fiel sehr viel niedriger aus- beide Symptome lassen Hunger aufkommen und erklären, dass schlaflose Menschen tagsüber vermehrt ein Hungergefühl verspüren. Das zu Beginn angesprochene nächtliche Essen resultiert dagegen scheinbar lediglich aus Langeweile. Der Hormonhaushalt deutet an, dass Betroffene in der Nacht in der Regel keinen Appetit verspüren.


