Der Süßigkeiten-Konsum sinkt
Wir Deutsche naschen gerne. Egal, ob Schokolade, Fruchtgummi oder Bonbons, die meisten von uns haben einen Vorrat süßer Leckereien zu Hause. Dies könnte jedoch schon in ein paar Jahren der Vergangenheit angehören, denn schon jetzt verzeichnet man einen Rückgang des Süßigkeiten-Konsums in Deutschland.
Etwa 31,3 Kilogramm Süßwaren verspeisten die Deutschen im Jahre 2008. Im Jahr 2007 waren es über ein Prozent mehr Schokolade, Bonbons und Co., welche sich die Einwohner Deutschlands gönnten, berichtet der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie (bdsi).
Über den Grund, dafür, dass hierzulande immer weniger Interesse an Süßigkeiten besteht, lässt sich nur spekulieren. Zu Zeiten der Wirtschaftskrise könnte man beispielsweise vermuten, dass viele unter der Angst leiden, ihren Job zu verlieren, und deswegen möglichst geringe Geldsummen in weniger wichtige Investitionen stecken. Erwähnenswert erscheint in diesem Zusammenhang allerdings die Tatsache, dass trotz des rückläufigen Süßwarenverzehrs, keinesfalls weniger Geld für besagte Genussmittel ausgegeben wurde. Im Gegenteil: Im Vergleich zum Vorjahr gaben die Deutschen für Naschereien etwa 2,5 Prozent mehr aus.
Denkbar ist somit auch, dass allein deshalb weniger geschlemmt wird, weil wir uns insgesamt bewusster ernähren. Vielleicht kaufen mehr Menschen bewusst Süßigkeiten von besserer Qualität um zu gewährleisten, dass sie keine Schadstoffe zu sich nehmen. Es ist allerdings auch möglich, dass die Medien es geschafft haben, uns Konsumenten davon zu überzeugen, dass nur derjenige beliebt und erfolgreich sein kann, welcher über eine Traumfigur verfügt. Klar, viele der Models, welche man in Fernsehen und Zeitschriften sieht, sind eher unterernährt, als normalgewichtig. Der weniger häufige Verzehr von Süßwaren ist allerdings, egal woher er rührt, ohne Frage eher als positiv anzusehen, gerade für übergewichtige Menschen.


