Die Quitte- gesunde gekochte Frucht

Autor: Svea

Äußerlich ähnelt die Frucht der Quitte Äpfeln und Birnen. Sie wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze verehrt, kann allerdings im Gegensatz zu vielen anderen Obstsorten nicht roh verzehrt werden, denn sie besitzt eine äußerst harte Konsistenz und ist von bitterem Geschmack. Gekocht allerdings ist auch ihr Geschmack, dem von Äpfeln und Birnen ähnlich.

Quitten weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit Äpfeln oder Birnen auf. © flickr / Dave-F almost retired

Die Quitte wird heutzutage vor allem in Europa und Asien kultiviert. Ursprünglich allerdings stammt sie höchst wahrscheinlich aus der Region um Armenien. Die Quitte wird nicht selten zu Kompott, dem so genannten Quittenbrot (s. hier), Mus, Saft oder Marmelade verarbeitet. Sie wird allerdings auch als schmackhafte Beilage zu Fisch serviert.

Die ungewöhnliche Frucht wurde bereits vor etwa 6000 Jahren von den Babyloniern angebaut und dies nicht ohne Grund. Die Quitte ist nicht nur als Lebensmittel anzusehen, sondern entfaltet auch als Heilpflanze eine dienliche Wirkung. Sie enthält, obwohl sie genau wie Birne und Apfel zu den Rosengewächsen zu zählen ist, mehr Vitamin C als verwandte Früchte. Sie trägt somit dazu bei, das menschliche Immunsystem zu stärken und beispielsweise Erkältungen vorzubeugen. Durch weitere Inhaltsstoffe wie Kalium, Kupfer, Mangan, Natrium, Eisen, Zink, Vitamin A, Folsäure und Gerbsäure ist ihr Verzehr zudem angeblich empfehlenswert um weitere Krankheiten wie Arteriosklerose und Gicht abzuwenden. Die außerdem enthaltenen Pektine sollen außerdem unsere Verdauung positiv beeinflussen.

Der so genannte Quittenschleim, welcher beim Einkochen der Kerne der Quitte entsteht, soll zudem äußerlich aufgetragen, bei Wunden, Sonnenbrand und Entzündungen helfen. Sein Verzehr lindert angeblich beispielsweise Halsschmerzen und Husten. Das Trinken von Quittentee dagegen soll eine beruhigende Wirkung haben.

Dass die Quitte vielen Deutschen unbekannt ist, ist in Hinblick auf Geschmack und Wirkung der Frucht, als großer Verlust anzusehen.



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