Ginseng - eine einzigartige Wurzel
Künstlich hergestellten Heilmitteln stehen immer mehr Menschen skeptisch gegenüber. Natürlichen Heilkräutern, deren Verzehr aller Wahrscheinlichkeit nach gesünder ist, wird hingegen immer mehr vertraut. Zu den besonders beliebten Mitteln zählt beispielsweise Ginseng, die Wurzel des Panax, einem Gewächs, welches insbesondere in hoch gelegenen oder besonders bewachsenen Regionen Asiens vorkommt.
In der chinesischen Medizin (s. hier) nimmt Ginseng einen besonders hohen Stellenwert ein. Ginseng wird hier sogar als „Wurzel des Himmels“ betitelt, da er als eine der wichtigsten Heilkräuter überhaupt gilt und einer Legende Ostasiens nach, sogar zu ewigem Leben verhelfen kann. Ginseng wurde im asiatischen Raum schon lange Zeit verehrt. Er wurde schon ab 1080 hergestellt, obwohl sein Anbau mindestens drei Jahre, eher mehr, in Anspruch nimmt und aufwendig ist, da Ginseng ausreichend Schatten benötigt und meist abgedeckt werden muss. Trotzdem findet insbesondere roter Ginseng in vielen alten Schriften aus dem ostasiatischen Raum Erwähnung, meist in Form von heilendem Ginsengwein. Die Europäer waren hingegen nicht so frühzeitig zu überzeugen. Heute allerdings ist man sich der enthaltenen Saponine bewusst, welche allem Anschein nach eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus haben.
Man unterscheidet derzeit zwei Ginseng-Arten: den roten und den weißen Ginseng. Die beiden Sorten unterscheiden sich lediglich hinsichtlich ihrer Herstellungsweise, nicht aber in Bezug auf ihre pharmakologische Wirkung. Während die Wurzel lediglich mit Wasserdampf versehen und anschließend getrocknet wird, um roten Ginseng zu produzieren, wird sie meist geschält und gebleicht und getrocknet um weißen zu erhalten.
Heute wird Ginseng auch in Deutschland angebaut und zu vielen verschiedenen Produkten, wie zum Beispiel Tee, Konzentrat, Schnaps, Kapseln, oder gar zu Kaffee verarbeitet. Ginseng wird als Aphrodisiakum verwendet, verändert die Blutgerinnung und wird eingesetzt, um Schwäche und Müdigkeit zu vertreiben. Die Verwendung von Ginseng birgt selten Nebenwirkungen, stößt allerdings auch in seiner Wirksamkeit bald an Grenzen. Je älter die Wurzel ist, desto besser soll sie jedoch helfen.


