Klon-Lebensmittel auf dem Vormarsch

Autor: Svea

Das Klonen ist vielen Menschen nur aus weniger guten Science-Fiction-Romanen oder -filmen bekannt. Nicht selten erscheint es uns suspekt und fremdartig. Eine Tatsache ist allerdings, dass das Klonen von Tieren, welches bis heute noch eine relativ kostspielige Angelegenheit darstellt, schon bald ein ganz alltäglicher Prozess sein könnte. Ein Großteil der Lebensmittelindustrie ist jedenfalls der Meinung, aus diesem technischen Fortschritt erhebliche Vorteile ziehen zu können. Möglicherweise könnten Fleisch und Milch demnach schon bald von geklontem Vieh stammen.

Könnten unterschiedliche Kühe schon bald eine Minderheit darstellen? © Flickr / flikr

Bisher war es nicht möglich Fleisch oder Milch geklonter Tiere in europäischen Supermärkten anzutreffen. Nun allerdings existiert eine neue EU-Regelung, welche Zulassungs- und Bewertungsverfahren besagter Lebensmittel ermöglicht. Umfragen beweisen, dass die Mehrheit der Einwohner Europas das Klonen skeptisch sieht und auch Verbraucherschützer sind demnach bemüht, den kritischen Konsumenten die Konfrontation mit Klon-Fleisch und -milch weitestgehend zu ersparen.

Nachdem Lebensmittelschützer verschiedenste Klon-Lebensmittel sechs Jahre lang unter die Lupe genommen haben, sind sie nun sicher, dass der Verzehr von Fleisch geklonter Tiere keinerlei Gefahren birgt. Nicht umsonst wurde in den USA bereits Anfang letzten Jahres der Verkauf besagter Nahrungsmittel gestattet. Kritiker sind allerdings der Meinung, dass die Bedenken, welche in Europa immer wieder geäußert werden, aus ethischen Gründen unbedingt berücksichtigt werden sollten. Es müsse aus diesem Grund zumindest durch die Verpackung der Produkte ersichtlich werden, dass das Thema Klonen bei der Produktion eine Rolle gespielt habe. Schließlich seien beispielsweise relativ viele Tierschützer unter den Konsumenten. Man müsse den Menschen generell ermöglichen, sich für oder gegen Klon-Lebensmittel zu entscheiden, äußern auch Mitglieder der Organisation Foodwatch. Eine Kennzeichnungspflicht besagter Lebensmittel wurde in den USA übrigens nicht eingeführt.



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