Logi-Methode nach Nicolai Worms

Autor: Stefanie

Glücklich und schlank zu sein verspricht der Ernährungswissenschaftler ganz ohne Light- und Diätprodukte: Essen, wie in der Steinzeit, mit viel Eiweiß und guten Fetten, lautet sein mutiges Credo zum Abnehmen und Wohlfühlen. Kohlenhydrate und Zucker entpuppen sich als wahre Übeltäter.

Im Dschungel der Diäten sieht keiner mehr durch. Und nun kommt auch noch eine kontroverse Theorie, die einem genau das Gegenteil erzählt: Viel Fett und wenig Kohlenhydrate? Was ist dran an der Logi-schen Abnehmtaktik und wie neu sind diese Erkenntnisse wirklich?

Was bedeutet Logi? - Low Glycemic Index

Unsere Esskultur ist von vielen Einflüssen und neuen Erkenntnissen geprägt. Der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worms setzt nun darauf, auf unsere Ursprünge zurück zu greifen und wieder zu essen, wie die Urmenschen: „Viel Eiweiß, das richtige Fett und weniger Kohlenhydrate!“. Natürlich müssen auch viel gesundes Obst und Gemüse oder Hülsenfrüchte und Nüsse verzehrt werden, aber Worms erlaubt auch reichhaltige Eiweiße wie in Fisch, Geflügel und Fleisch, Eiern, Milch und Milchprodukten. Vollkornprodukte, Reis und Teigwaren aus Hartweizen sind dagegen in Maßen zu genießen.

Blutzuckerspiegel und gesunde Fette

Viele Diäten suggerieren, dass Fett auch fett macht. Doch der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worms spricht in seiner Logi-Methode davon, dass nicht die Fette das Problem sind, sondern die Kohlenhydrate. Dieser Punkt ist bewiesen, denn tatsächlich spielt der Blutzuckerspiegel die Hauptrolle in der Diäten-Frage. Die Diätlüge, dass der Körper möglichst wenig Fett aufnehmen soll, wird damit revidiert. Zwar sind Fette die energiereichsten Nahrungsmittelbestandteile, dennoch sind sie nicht der ausschlaggebende Grund für Übergewicht in der Bevölkerung. Stattdessen sollte, wie nach dem Prinzip des glykämischen Index (Logi-Methode), dem Blutzuckerspiegel mehr Beachtung geschenkt werden. Denn steigt der Zuckerpegel im Blut zu rasant an, schießt auch der Insulinpegel in die Höhe.

Insulin als Regulator der Fettspeicherung

Ist der Blutzuckerspiegel erhöht, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Damit wird das Körpersystem automatisch auf „Fettspeicherung“ eingestellt: Die Zellen werden aufgeschlossen, damit Kohlenhydrate in die Zelle geschleust werden können. Gleichzeitig wird aber auch die Fettverbrennung in den Zellen blockiert. Die beschränkte Speicherkapazität für Kohlenhydrate führt dann dazu, dass diese zu Fett umgewandelt und als Fettpölsterchen in unseren Problemzonen gespeichert werden. Den Zucker in der Nahrung zu minimieren ist also in jedem Fall die richtige Beratung. Und keine Angst vor Unterzuckerung, denn der Körper kann die benötigte Energie aus seinen Eiweißreserven herstellen.

Vor- und Nachteile der Logi-Methode

Die Rezepte, die der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worms in seinem Buch „Glücklich und schlank“ vorstellt, sind dennoch umstritten. Die Wirksamkeit dieser Diät muss erst noch in Langzeitstudien untersucht werden. Dennoch ist der Ansatz, den Kohlenhydraten die volle Aufmerksamkeit zu schenken, nicht zu widerlegen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse und genügend Bewegung und Sport sind wie immer das A und O, denn auch der Urmensch in der Steinzeit betätigte sich körperlich.



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rovercraft schreibt
am 10. Mai 2011 um 12:49 Uhr

Als Ernährungswissenschaftler dürfte Hr. Nicolai Worms wissen, dass es einfache und komplexe Kohnehydrate gibt. Die einfachen sind zu vermeiden (Industriezucker und -produkte), die komplexen zu verzehrren. Die letzteren sind die Basis der Energieerzeugung im Körper und machen nicht dick.
Da es sich hier um eine Anzeige handelt, kann man bestimmte Absichten nicht ausschliessen.

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