Makrobiotische Ernährung- eine vielfach kritisierte Lebensweise

Autor: Svea

Die Makrobiotik soll ein langes Leben garantieren, Krankheiten fernhalten und auf diese Weise auf Dauer glücklich machen. Es geht hier um eine besondere Lebensweise, zu der auch eine spezielle Form der Ernährung zählt. Liest man diese Zeilen, könnte man vermuten, es handele sich bei besagter Ernährungsweise um die vielfach angepriesene fettarme, abwechslungsreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse. Die makrobiotische Ernährung allerdings geht von vollkommen anderen Normen aus und wird aus diesem Grund heiß diskutiert und immer wieder kritisiert.

Vertreter der Makrobiotik weisen Yin und Yang eine bedeutsame Rolle zu. © Flickr / dno1967

Die Wurzeln der Makrobiotik sind in Japan zu suchen. So gilt beispielsweise Georges Ohsawa (s. hier) als einer der wichtigsten Vertreter dieser Lebensweise. Von seiner Seite heißt es, man solle seine Essgewohnheiten den Prinzipien von Yin und Yang anpassen. Diesen zwei Gegenpolen werden verschiedene Lebensmittel, Inhaltsstoffe und Geschmacksrichtungen zugeordnet. Diesbezüglich sollen die angeblichen energetischen Eigenschaften von Nahrungsmitteln eine große Rolle spielen. Yin, welches als ausdehnend gilt, steht beispielsweise für den süßen und den sauren Geschmack, für Obst und Gemüse und Kalium, während Yang, was als zusammenziehend bezeichnet wird, unter anderem den salzigen Geschmack, Getreide und Kalium verkörpert, wobei allerdings anzumerken bleibt, dass die Einteilung nicht immer gleich ausfällt. Um gesund und glücklich zu bleiben, müsse man jedoch, so die Vertreter der Makrobiotik, ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang schaffen.

Vollkornprodukte sollten nach Meinung der Anhänger makrobiotischer Ernährung als Basis der Ernährung fungieren, da sie Yin und Yang gleichermaßen zuzuordnen seien. Desweiteren heißt es, man solle jegliche Nahrung so naturbelassen wie möglich und bestenfalls in einem Stück verzehren. Zudem solle man auf regionale Lebensmittel zurückgreifen. Die Vorstellung von Viren und Bakterien teilen die Makrobioten nicht. Wer an einer Krankheit leide, habe dies ausschließlich seiner falschen Ernährung zuzuschreiben. Fleisch beispielsweise bilde Gifte im Körper und sei genau wie Milchprodukte, Nachtschattengewächse, viele Genussmittel und Zucker schwerverdaulich und nicht zu empfehlen. Ohsawa machte sich sogar für eine Ernährung stark, welche ausschließlich aus Vollkorngetreide bestünde.

Die Makrobiotische Ernährung wird von den meisten Ernährungswissenschaftlern als problematisch angesehen. Sie sei zu einseitig und lasse wichtige Lebensmittel bzw. Inhaltsstoffe vollkommen außer Acht.



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am 5. Februar 2010 um 21:05 Uhr

Irgend ne Ahnung wie sehr das verallgemeinerbar ist?

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