Speise-Tradition zu Ostern
Es ist wieder so weit: Das Osterfest steht vor der Tür. Insbesondere Kindern lässt die Aussicht auf Schokohasen und Eiersuche wie jedes Jahr das Herz aufgehen. Doch auch die Erwachsenenwelt hat Grund zur Freude, schließlich steht bei vielen Familien ein Festessen an. Kaum zu glauben: Obwohl das Osterfest in vielen Haushalten lange nicht so groß gefeiert wird, wie beispielsweise Weihnachten, scheint es auch hier eine der Weihnachtsgans entsprechenden Speise-Tradition zu geben.
Endlich stehen wieder ein paar Feiertage in den Startlöchern, die wir im Kreise unserer Lieben verbringen können, und welche zum Schlemmen einladen. Klar, eine gesunde, fettarme Ernährung liegtglücklicherweise im Trend, nicht aber zu Feiertagen. Hier greifen wir, abgesehen von Süßigkeiten jeder Art, lieber auf traditionell deftige Kost zurück.
Nicht nur bei streng religiösen Familien, welche im Zuge der Fastenzeit durch den Verzicht auf beispielsweise Fleisch der Leiden Jesu gedenken, hat sich die Tradition durchgesetzt, am Karfreitag Fisch zu servieren. Viele deutsche Haushalte, ob religiös oder nicht, scheinen diese Tradition aufgenommen zu haben. Der Brauch wurde übrigens eingeführt, da Fleisch früher nicht nur sehr viel teuerer war als Fisch, sondern zudem ein höheres Ansehen genoss. Die gläubigen Christen brachten somit dadurch, dass sie auf Fleisch verzichteten ein Opfer dar. Diese „Entbehrung“ kann, wie man heute weiß, nicht nur äußerst schmackhaft sein, sondern ist zudem sehr gesund, denn Fisch enthält meist sehr viel weniger Fett als Fleisch.
Während der Osterzeit steht zudem das Lammfleisch hoch im Kurs. Dies geht aus Analysen der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Bonn auf Basis des GfK-Haushaltspanels hervor. Das Fleisch, welches sonst eher selten auf dem Teller der Deutschen landet, wird während der Osterfeiertage siebenmal so häufig gereicht, wie sonst. Besonders beliebt ist übrigens die Lammkeule.
Doch nicht alle folgen der Tradition. Auch Sauerbraten und ähnliches ist zu Ostern sehr beliebt- und einige nehmen sich sogar vor, in den Osterfeiertagen die Grillsaison zu eröffnen.
Ich bin gerade zufällig auf diesen Blog gestoßen und finde ihn kurzweilig und informativ, aber in diesen Artikel haben sich leider einige Fehler eingeschlichen.
Wenn Sie religiös wären, wüssten Sie wohl, dass Ostern das wichtigste Fest der Christen ist, weit vor Weihnachten. Zudem ist die Fastenzeit ein katholischer Brauch (traditionell ist der Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und Eier, aber auch Süßigkeiten)in dem die 40tägige Fastenzeit Jesu in der Wüste nachempfunden wird (Wenn sie nachzählen: die Sonntage sind vom Fasten ausgenommen, da hier Eucharistie gefeiert wird). Die evangelische Kirche lehnte das Fasten lange Zeit ab, da der Mensch nicht denken soll, er könne Gott mit seinem Tun beeinflussen. In neuerer Zeit empfiehlt die evangelische Kirche aber den zeitweiligen Verzicht (z.B. auf die Internetnutzung, TV, etc.) um zu sich selbst zu finden.
Sowohl der Fisch wie auch das Lamm haben für Christen eine besondere symbolische Bedeutung.
Sehr beliebt ist daher auch das Osterlamm aus Rührteig. Der Osterhase und die von ihm gebrachten Eier sind dagegen Fruchtbarkeitssymbole, die aus älteren Traditionen ins christliche Osterfest übernommen wurden.
Vielen Dank für die fundierten Verbesserungsvorschläge. Ein paar habe ich direkt übernommen. Da es mir allerdings nicht in erster Linie um die religiösen Hintergründe ging, werde ich nicht alle Details verwenden. Der Kommentar ist trotzdem sehr interessant und ergänzt den Artikel gut, finde ich. ![]()


