Steuer auf zuckerhaltige Getränke?
Auf nahezu allen Lebensmittelverpackungen prangen mittlerweile die sogenannten Ernährungsnavigatoren. Diese Tabellen sollen Konsumenten helfen, einen Überblick über die Inhaltsstoffe der Produkte zu bekommen. Trotz dieser und ähnlicher Aufklärungsversuche herrscht Übergewicht oder gar Fettleibigkeit, wohin man auch blickt. Die Frage, wie man Menschen dazu bringen kann, weniger ungesund zu essen, bewegt viele. Nun wird sogar über eine Steuer nachgedacht, die zumindest die Aufnahme flüssiger Kalorien reduzieren könnte.
Der Einfluss zuckerhaltiger Getränke auf Figur und Gesundheit scheint noch erheblicher zu sein, als die Auswirkungen der Kalorien, welche in unseren Speisen stecken. Mittlerweile scheinen viele Menschen registriert zu haben, dass ein sparsamer Umgang mit fettiger Kost ein Muss ist. Softdrinks und zuckerhaltige Säfte werden allerdings nach wie vor bedenkenlos konsumiert- ihr negativer Einfluss wird leider vollkommen unterschätzt, wodurch auch Diabetes (s. hier) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer verbreiteter auftreten.
In den USA wurde immer wieder die Einführung einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke diskutiert. Nun wird diese Idee auch hierzulande vermehrt aufgegriffen. Einige Experten sind der Meinung, dass viele Konsumenten nur von Cola, Limonade und Co. ablassen, wenn es ihrem Geldbeutel an den Kragen geht. Es wird vermutet, dass man auf diese Weise die Gesundheit der Menschen stärken könnte, wovon nicht nur die Personen selbst, sondern auch ihre Krankenkassen und Arbeitgeber profitieren könnten. Auch eine Schokoladensteuer wird übrigens heiß diskutiert.
Es heißt, man überlege, die Gewinne, welche durch die Preissteigerungen entstehen würden, für das Vorbeugen von Übergewicht bei Kindern einzusetzen, oder bessere Lebensmittelkontrollen einzuleiten, damit auch die Bevölkerung der Maßnahme zustimme. Bisher gibt es allerdings viele Kritiker, sodass noch lange nicht feststeht, ob es wirklich zur Einführung einer solchen Steuer kommt.


