Weniger belastete Trauben
Durchschnittlich enthalten 100 g Trauben 192 mg Kalium, 18 mg Calcium, 9 mg Magnesium und 4 mg Vitamin C. Trauben sind somit reich an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen, was sie zu einem gesunden Snack für Zwischendurch macht – Solange sie keine Pestizide beinhalten. In den vergangenen Jahren verbreiteten die Medien, dass das Essen der kleinen runden und ovalen Früchte aufgrund von Pflanzenschutzmittelrückständen auch gesundheitsschädigend sein kann.
Seit nunmehr sechs Jahren führt die Umweltorganisation Greenpeace jährlich einen Pestizidtest durch, nimmt Traubenproben und kontrolliert ob die Pestizidbefunde innerhalb der Referenzdosis (ARfD) liegen. Noch im Jahre 2007 erschütterten die Ergebnisse dieser Untersuchung viele Konsumenten: In unzähligen der in deutschen und österreichischen Supermärkten erhältlichen Weintrauben befanden sich damals so große Mengen an akut giftigen Pestiziden, dass bereits der Verzehr einer Portion ausreichen konnte, um gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Scheinbar jedoch können die Verbraucher nun wieder aufatmen. Mittlerweile bestätigt Greenpeace, dass heute nur noch wenige Giftstoffe in den Trauben zu finden sind. Doch die Befunde waren nicht ausschließlich positiver Natur: Noch immer gebe es nur wenige Tafeltrauben, die vollständig frei von Pestizidrückständen seien.
Insgesamt habe Greenpeace im Oktober dieses Jahres 34 Proben genommen, wobei vier von diesen den Angaben der Hersteller nach biologisch angebaut worden waren. Die Proben wurden einem Labor übergeben und auf mehr als 300 verschiedene Pestizide untersucht. Wie zu erwarten, schnitten die Biofrüchte besonders gut ab, wobei allerdings auch eine Probe der Früchte aus biologischem Anbau ebenfalls nicht akzeptabel war. Die Aldi-Trauben waren hingegen frei von Rückständen und somit uneingeschränkt empfehlenswert.
Noch immer sollten Konsumenten Vorsicht walten lassen und auf rückstandsarmes Obst zurückgreifen. Die jährlichen Kontrollen der handlungsorientierten Umweltschutzorganisation scheinen allerdings schon positive Auswirkungen zu haben.


