Zucker als Suchtmittel?
Dass der Verzehr von Zucker nicht unbedingt empfehlenswert ist und dass wir keinesfalls tagtäglich süße Naschereien auf unsere Speisepläne setzen sollten, ist wohl den meisten (schmerzlich) bewusst. Dass es selten bei einem Stück Schokolade bleibt, auch wenn man sich fest vornimmt diszipliniert zu sein, dürfte auch bekannt sein. Bisher hielten wir allerdings dieses Verlangen für relativ harmlos, oder etwa nicht? Der Psychologe Bart Hoebel jedoch, hat die kristalline Süße nun noch genauer untersucht und herausgefunden, dass Zucker eine Art Sucht auslösen kann.
In mehreren Studien nahm Bart Hoebel die Auswirkungen des Zuckerkonsums genauer unter die Lupe und Stück für Stück offenbarten sich ihm mehr erschreckende Einzelheiten, schreibt beispielsweise Focus online. Nun, nachdem er seine neueste Beschäftigung abgeschlossen hat, ist er sich nahezu sicher- Zucker macht süchtig.
Im Zuge seiner Studien fütterte besagter Wissenschaftler mehrere Ratten mit zuckerhaltiger Nahrung. Diese legten, nachdem sie wieder eine „normale“, zuckerfreie Kost erhielten, tatsächlich ähnliche Verhaltensweisen an den Tag, wie die, welche bei einem Drogenentzug beobachtet werden können. So wurde beispielsweise registriert, dass besagte Tiere vermehrt unter Angstzuständen litten, wenn die Zuckerzufuhr ausblieb. Auch fand das so genannte „Carving“ statt: Stand die zuckerhaltige Nahrung eine Zeit lang nicht zur Verfügung, so schien demnach das Bedürfnis danach immer größer zu werden, sodass die Ratten erheblich mehr davon verzehrten, wenn es wieder gereicht wurde.
Aussagen wie: „Ich bin süchtig nach Schokolade“, sind somit scheinbar weniger abwegig als lange Zeit vermutet wurde und der Zuckerkonsum, sollte unbedingt eingeschränkt werden. Sonst ist zu befürchten, dass, ähnlich wie bei der Sucht nach Nikotin, irgendwann vielleicht stündlich zu Bonbons, Schokolade und Co. gegriffen wird, was Übergewicht hervorruft und krank macht.


